Der "Sonder" in Stein AR, wo Freie Bauern seit der Völkerwanderung aushielten (von: Sonderrecht. Ausserdem heute gutes Restaurant!)


Moment, das ist wichtig

Ideenfreie Ausstellungsmacher und Hilfs-Historiker

Landauf, landab wabern Ausstellungen, die anhand von Einzelfällen, von Abenteurer-Kapitalisten nachweisen, dass "die Schweiz" von Kolonialismus und Sklavenhandel lebte. Doch die Belege für diesen Schluss sind dünn, und von guten Historikern wie Béatrice Veyrassaz, Paul Bairoch ins Reich der Fabeln verwiesen.

Da aber diese Schweizer Hilfs-Historiker immer nur Moden aus den USA nachrennen, vorher nicht auf Ideen kommen, seien hier neue Problemfelder für Anklagen aller Art vorgetragen, ohne Startschuss aus dem linken Lager der USA.

In der Schweiz lieferten "Auswanderer-Agenturen" im 19. und 20. Jh. arbeitslose Arbeiter an Nord- und Südamerika aus. Sie nahmen diesen Armen noch das letzte Geld ab, verschifften sie und basta. Wo sind die Anklagen heute, völlig aus dem damaligen Zusammenhang gerissen natürlich? Los!

Pelze! Nach etwas Kritik vor 30 Jahren sind sie aus Damenläden verschwunden. Aber jetzt muss man den damaligen Pelzfirmen, Lädenketten "auf den Pelz" rücken, anklagen, Tierspenden fordern. Vielleicht finden sich Fotos von Damen aus reichen Häusern, Familien, die man sonst schon gerne kritisiert. Auf die USA kann man kaum warten dazu, denn die Menschenrechts-Ikone Eleanor Roosevelt trug gerne üppige Pelze.

Und dann die Neutralen des Zweiten Weltkriegs? Die Schweiz wurde für ihre Haltung von den Bergier-Historikern durchgewalkt, doch diese selbsternannten "transnationalen" Forscher übersahen völlig Irland (nur keine Juden), Schweden (Erzlieferungen), Spanien, Portugal (nahm gerne Goldschätze und schaffte Rohstoffe an), Argentinien (wurde mit Lieferungen und Schiffen steinreich). Man hätte dann eben gesehen, dass die Zeitumstände nirgends reine Seelen zuliessen.

Die Zentralbibliothek Zürich entdeckt die Wiedertäufer, und bald werden überall solche Geschichten ausgegraben. Wieviele Bauernfamilien sitzen heute auf von den Vorfahren billig übernommenen schönen Höfen im Emmental, nachdem die Wiedertäufer verjagt worden waren? Anklage sofort.

Dann die Autobahnen - längs von Seeufern, quer durch als billige "Stadtautobahnen" wie in Bern, St. Gallen erbaut, und 1959 als "einmaliges Landschaftsopfer" verharmlost. Wo sind die Planer, die Planungsbüros, die Politiker (Bundesrat Tschudi darunter), wo die Anklagen?

Doch man muss wohl auf die Linken aus den USA warten, bis all dies chic wird, ersatzweise auch auf Deutschland's Selbstankläger.

Die Gewerkschaftsführung sperrte sich gegen Frauenemanzipation und gegen die "Fremdarbeiter" in den 1950er Jahren, war gegen Doppelverdiener-Paare. Aber Linke können nicht irren, auch wenn sie rechts politisieren.


Schon abgehakt

Immerhin hatten wir schon die Skandale der kath. Kirche (in den USA dazu auch die Pfadfinder, wir warten hier noch), dann die Verdingkinder, die Kritik an der Behandlung der Italiener seit 1955), den Bildersturm rund um Bührle und das Zürcher, Berner Kunsthaus, sowie alles "Woke"-Zeugs aus den USA. Und die offizielle eidg. Kommission gegen Rassismus  (ERK) bedient uns jeden März mit Plakatwänden - in einem Land, wo dies kaum ein Problem ist, verglichen mit, und abgeguckt aus Ländern, wo es eines ist. Aber wehe, "micro-aggression" in  Rassismus, wie in den USA und in England vordefiniert, grassiert eben.


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