Moment, das ist wichtig

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(ganz oben: EU-Paläste)

Wirksame Klimapolitik - ziemlich abschreckend

Der Samstag, z.B., vor jeder Quartierpost: lauter SUV's schieben sich auf Parkplätzen und Trottoirs, die ganze Agglo nimmt anderthalb Tonnen Eisen, um ei Briefchen einzuwerfen. Dann geht's zum Einkaufen, dann auf einen Ausflug, zum Essen in einem Landrestaurant, dann wochentags zur Arbeit, mit den Kindern zur Schule und zurück, an manchen Wochenenden mal schnell ein paar hundert Km auf Reise.
Wie soll man diesen Hauptschaden am Klima, wenn man denn will, abstellen? Mit Fahrverboten (geht nicht, Freiheit), mit 15'000 CHF Klimaabgabe pro Wagen (geht nicht, denken sie an die Armen), oder mit der erwogenen harmlosen Klima-Abgabe bisheriger Art (beseitigt die Blechlawine nicht)? Mit den laufenden Treibstoffsteuern (sind zweckbestimmt für weitere Autobahnen und Mobilitätsverbilligung der Bahn)?
Also, die einzige wirksame Aktion heisst: Rationierung über den Raum. Keine breiteren Strassen. Keine Parkplätze vorschreiben, bestehende aufheben, private und öffentliche. Keine Treibstoffsteuer - kein Autobahnausbau, kein Unterhalt. Rationierung über die Staukolonne! Und kein Strom für die Alternative, denn soviel Strom würde nur mit Carbo-Stoffen zu bewältigen sein.
Und man könnte sogar das Bahnfahren über den Raum, also über das Platzangebot, rationieren, bis alle nur noch das Allernötigste fahren, denn auch der öV säuft Oel, stösst Gase aus. Bis die Uebernachfrage in Fahrgast-Trauben an den Waggontüren hängt wie in Indien...

Dies mal zum Ueberlegen. Denn wie andere schon sagten, das Lächerliche an der bezopften, hoch-moralgeladenen G. Thunberg ist nicht sie, sondern sind die Politiker, die so tun, als ob sie noch nie vom Klima gehört hätten und nun den Notstand ausrufen.

Den Raum als Rationierung braucht auch der Wohnungsmarkt. Klagen sind ständig da, obwohl der geringste Leerwohnungsbestand seit Jahrzehnten wirkt, obwohl in 30 Jahren für jeden Einwohner, Zuzüger inbegriffen, ein Zimmer mehr zur Verfügung gebaut wurde. Sieht niemand, dass dies ein sich selbst steigernder Wachstums- und Wohlstandsgenerator ist?
Daher keine Wohnraumförderung der Städte, keine Wohnungen als Objekthilfe (besser: Subjekthilfe, Geld in die Hand für die wirklich Bedürftigen, die sich dann selbst auf dem Markt umsehen).
Und: eine Wohnraumsteuer gemäss dem Sozialreformer Henry George (19. Jh. USA), die progressiv wirkt, umweltschonend ist und nicht hinterziehbar ist. Alle andern Steuern weg.
Leicht verstörend: die Regierung, die Grünen, die Politiker vestehen diese zwei sich selbst fütternden Faktoren des Dichtestresses, des Wachstums nicht, also den lenkungssteuergefütterten Autobahnausbau nicht, und den enormen Wachstumstreiber, die Anspruchsschleuder des Wohnbaus nicht.