Moment, das ist wichtig

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(ganz oben: EU-Paläste)

Was wir aus der Corona-Krise mit Vorteil lernen

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Vielfalt statt Einheitlichkeit - die europäischen Länder wie Italien, Schweden, Slowakei, Oesterreich, Schweiz, zusammen mit Singapur, Hongkong, Südkorea, haben die Krise mit einer enormen Palette verschiedener Methoden angegangen, bekämpft. Vor dem Unbekannten bot dies eine fruchtbare Vergleichsmöglichkeit und Lernkurve, was hilft, und was nicht.

Die EU konnte kein einheitliches Vorgehen durchsetzen, was manche entweder schadenfreudig oder bedauernd kommentierten. Doch welch grausame Lage, hätte eine einzige Lösung das Unbekannte anzugehen versucht - und sich getäuscht: unfassbar und hochriskant.

Also: der Wettbewerb nationaler Lösungen im seit je vielfältigen Europa hat hier einmal mehr seine beste Problemlösungsfähigkeit gezeigt ! Weiter so!

2

Die nordeuropäischen Staaten hatten seit der Finanzkrise ihre Staatsbudgets wieder in Ordnung gebracht. Deutschland, die Schweiz beispielsweise zahlten Schulden ab. Die Linke, viele Linke, stänkerten jahrelang dagegen, die OECD und ihre vulgär-Keynesianer kritisierten. Und nun - in der Krise setzten diese Länder die gewonnenen Budgetspielräume ein, nicht die Geldschöpfung der Zentralbank. Die Rechte hat also ihr Versprechen im gehalten - in der Not wird der Spielraum genutzt.

So bleibt die strikte Forderung an linke Ausgabenpolitiker: ihr müsst nun auch euern Teil des Pakts der Solidität und Solidarität erfüllen, nämlich in den folgenden Jahren wieder sparen zu helfen.

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Die Tätigkeit von Firmen, Haushalten, Staaten muss mit angespartem Eigenkpaital beginnen, nicht mit angelsächsischer Kredithuberei allseits. Dann ist eine Gesellschaft widerstandsfähig, sonst rennt sie - wie jetzt - für noch mehr Kreditpyramiden zu Staat und Notenbank. Das kommt nicht gut.