Moment, das ist wichtig

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(ganz oben: EU-Paläste)


Ganz unten: wie der Bundesrat mit Ueberbrückungsrente die Alten loswerden will

Hier zuerst: Die zynische Konsequenz der Freihandelsgegner

Wie überall in Europa melden sich Linke und Grüne gegen den Freihandel, diesmal gegen den Mercosur-Vertrag mit grossen Teilen Lateinamerikas. Sie sind also dagegen, dass diese Länder exportieren können, dass deren Einwohner an Ort und Stelle ihr Brot verdienen, dass dann ihre Güter reisen. Hingegen empfangen die meisten Linken und Grünen - ihre Organisationen - die Migranten mit offenen Armen. Es sollen also nicht die Güter rund um die Welt zirkulieren, sondern die Menschen auswandern müssen.
Anstatt dass sie dort eine industrielle/landwirtschaftliche Entwicklung mitmachen können, sollen sie hier Toiletten putzen (für den Mittelstand, der sich sonst solches nicht leisten könnte).
Das ist eine zynische Konsequenz - Menschen zu verschicken statt Güter!


So wie heute viele dieser Leute z.B. die früheren Kindesplazierungen (in bester Absicht damals) verwünschen, so könnten später einmal diese Linken und Grünen als die neuen Versklaver verfolgt werden. Es braucht nur eine ausgeweitete Sklaverei-Definition, so wie man heute in Gender oder Rassismus alle Begriffe ausweitet und rückwärts auf vergangene Zeiten anwendet.
Genau so sind sie Versklaver wie die Schöpfer des Euro, welche 14 westafrikanische Länder darin einschlossen, was sie mit zu billigen Importen überschwemmt, die Exporte verarbeiteter Produkte unterbindet und die verzweifelten Jungen übers Mittelmeer treibt - zu Millionen insgesamt schon.



Die Alten aufs Bänklein vor dem Haus?

Mit einem "Ueberbrückungseinkommen" will der Bundesrat die älteren Arbeitslosen aus dem Arbeitsmarkt evakuieren. Doch wenn der Staat schon Geld in die Hand nimmt, dann um sie im Arbeitsmarkt zu behalten!
Sehr unbedarft wiederholt die Regierung damit den Fehler der 90er Jahre, als die Konjunkturflaute ein paar junge Arbeitslose schuf. In Panik erlaubte man ihnen, sofort ab Matura oder Uni Taggelder zu beziehen - und siehe da, die Jungarbeitslosen vervielfachten sich innert Wochen, so praktisch war das. Man rechnete und rechnet nicht mit Menschen, die rechnen können...
Die Erwerbsbeteiligung der 50-64-Jährigen in der Schweiz ist (wie in Schweden) rekordhoch: 81% und die Arbeitslosenrate liegt tiefer als der Durchschnitt (jene der 50+ bei 2,5%, und jene der 25-49-Jährigen aber bei 2,8%). Nur dauert die Arbeitssuche der Aelteren etwas länger - ein Grund für Eingliederungsmassnahmen, nicht für Rente!
Ausserdem arbeiten nach 65 noch 17% der Männer weiter, so schlimm kann also die Arbeitsmarktlage nicht sein.
Wenn sich der Bundesrat sorgt, zunehmend kämen ältere Arbeitslose in die lokale Sozialhilfe, dann ist das zwar nicht schön für diese selbst - aber das Netz hält eben. Es braucht kein neues, und erst recht kein neues aus Bundeshand...
Der Bundesrat will uns behandeln wie in Griechenland, wo nur 60% der Aelteren arbeiten, die andern sitzen als alte, verstossene Männlein vor dem Haus, Stock in der Hand, Schirmmütze auf dem Kopf.

(ausserdem wären die Bezugsbedingungen sehr bürokratisch, und erstmals gälte das Vermögen als Vorbedingung - ein Stilbruch in einer Versicherung, wo alle gleiche Rechte haben, ein Stilbruch durch die Regierung selbst. Einmal mehr würde der "Earned Income Tax Credit" solche Probleme lösen, wie für Millionen in den USA).