Moment, das ist wichtig

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(ganz oben: EU-Paläste - „Unsere Ordnung, die wir nennen die Grosse Ordnung und die Wahre Ordnung und die Endgültige Ordnung“ (Max Frisch, „Die Chinesische Mauer“, 1955)

FED muss tricksen, soll das End of Empire vermieden werden

Die FED will die Zinsen erhöhen, 2,5% könnten mal kommen, und sie will die US-Schuldpapiere verkaufen, die Bilanz entleeren. Doch die 2,5% auf 30'000 Milliarden Staatsschulden (127% des Inlandprodukts) machen eine Zinslast von 750 Milliarden im Jahr aus - mehr als alle Militärausgaben. Das wäre das End of US-Empire, und nur ein Wortbruch kann es retten: die FED muss die Staatsschulden einbehalten, dann zahlt der Staat die beabsichtigten höheren Zinsen an die FED, und diese gibt den vollen Gewinn an die Staatskasse zurück, wie bisher. Dieser Teil der Staatsschulden bleibt dann gratis. Es geht nicht anders. Oder vielleicht noch "financial repression", indem alle Staatsschulden zwangsweise auf 100 Jahre umgeschuldet werden. Kurz - das US-Empire, der Dollar, die Bonität der USA sind nur mit Wortbrüchen oder Gewaltsakten noch zu retten.


Dann noch dies:

Die Schulden des US-Staates machen auf jeden Steuerzahler jetzt 238'000 $ aus - jeder hat also etwa gleichviel wie private Hypotheken nun auch noch staatliche Hypotheken am Hals.

Das laufende Defizit des Bundesstaates USA macht über 40% der Staatsausgaben aus - wird also durch Schuldenaufnahme an den Märkten (wenn die FED nun nicht mehr kaufen will) "gedeckt". Das dürfte den Zinsen zusätzlich Schub geben. Und wenn die Demokraten, wenn Finanzministerin Yellen, wenn Präsident Biden meinten, nochmals 2000 Milliarden auf die 30'000 Milliarden und auf das enorme Defizit aufbeigen zu können, dann - Horror - dann können alle Figuren der Regierungspartei dieser Weltmacht nicht rechnen. Nur Senator Manchin hat mit seiner Opposition die Weltmacht vorderhand gerettet.