Moment, das ist wichtig

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(ganz oben: EU-Paläste)

Notenbanken - Blicke hinter die Kulissen

Mitte März versprachen EZB und FED unbeschränkten Aufkauf der Staatsobligationen, drei Tage später begannen die Politiker in beiden Währungsräumen um die 2000 Milliarden $ Ausgabenpakete zu schnüren. Die Politiker haben den direkten Zugang zur Geldpresse bekommen. Was sie ausgeben, ist "finanziert", ohne Rückfrage an die Wähler.

Der European Stability Mechanism ESM (Hilfsfonds seit Eurokrise) hat als Bank jetzt 240 Milliarden € Buchgeldkredite aus dem Nichts geschaffen, welche Italien & Co. beziehen können. Das ist gleichviel, wie der Int. Währungsfonds in 51 Jahren für 180 Mitgliedsländer an "Sonderziehungsrechten" in die Welt setzte.

Die Haftung für den ESM tragen die bankrotten F, E, I allein schon zur Hälfte, D zu 29%. Doch im Riesenpaket der EU-Finanzminister von total 1750 Milliarden € seit März haften alle - Deutschland also voll, wenn die andern kneifen. Neue unmerkliche Vergemeinschaftung !

Italiens Riesenstaatsschuld ist grossenteils in italienischem Recht fixiert, könnte also gemäss Salvinis und des M5S früherer Drohung eins zu eins in eine Neue Lira umgewandelt und damit erträglicher werden. Doch die obigen Kredite muss Italien in eur. Recht signieren - verliert damit Handlungsspielraum.

EZB-Präsidentin Lagarde erinnerte daran, dass die heute überschuldeten Staaten, die sie mit viel Geld jetzt stützt, nach der Finanzkrise ihre Budgets hätten in Ordnung bringen sollen. Lagarde war von 2007 bis 2011 frz. Wirtschaftsministerin. Cause toujours... Zwischendurch ruinierte sie als IWF-Präsidentin kurz mal Argentinien und den IWF mit einem unerträglichen 50-Milliarden-Kredit. Lagarde hat noch nie irgendwo eine Wahl bestritten, wurde immer nur von ihresgleichen kooptiert.

Die SNB hat gegen 1000 Milliarden in Bonds, Aktien und, früher, in Gold gesetzt, und damit die weltweite Papierhausse noch angeheizt, die Reichen noch reicher gemacht. Hätte sie die aufgekauften $ und € bei der Bank für Int. Zahlungsausgleich BIZ in Basel deponiert, wäre der CHF heute nicht die einzige voll gedeckte Währung der Welt - und nicht noch attraktiver geworden.