Moment, das ist wichtig

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(ganz oben: EU-Paläste)

Wieder mal eine Bank-Megafusion gefällig?

Der UBS-Präsident, Axel Weber, ventiliert ohne jede Zurückhaltung eine erneute Mega-Fusion der UBS. Doch diese ist bestens aufgestellt als grösster Vermögensverwalter und braucht keine neuen Risiken aus der schwankenden europäischen Bankenwelt angeschnallt, schon gar nicht die seit nun 13 Jahren am Boden dahin kriechende Deutsche Bank. Und der Finanzplatz Schweiz braucht kein noch grösseres Klumpenrisiko.

Wenn Axel Weber nun sogar eine Liste der möglichen Fusions-Partner herunterbetet, dann macht er die UBS zu einer, die auf die Strasse geht und es mit jedem täte, der will. Das treibt den Unternehmenswert auch nicht gerade. Axel Weber kann M&A offensichtlich nicht, denn zuerst treibt man den eigenen Kurs, dann überrascht man mit einem Uebenahme-Angebot. Doch unter seiner UBS-Präsidentschaft fiel der UBS-Kurs um 21%, und er plappert seine Pläne laufend aus. Herr Weber wäre optimal eingesetzt in seinem Garten, zu vollem Pensum, wo er dann auch erleben wird, dass nicht alles in den Himmel wächst.

PS 1

Man möge sofort den UBS-Verantwortlichen aller Stufen anzeigen, dass man a) nicht Kunde einer solchen Mega-Bank sein wird, und dass b) der Aktienkurs/Unternehmenswert nach Bank-Megafusionen oft weniger als jener eines der früheren Teile war.

PS 2

Alle IT-Jünglinge und -mädchen wissen, dass Skalierung im Bankwesen nicht von der physischen Grösse abhängt (s. Robinhood-App), sondern dass Skalierung nur noch bei Flaschenabfüllanlagen in der produzierenden Industrie sinnvoll ist.

19. Sept. 2020